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Obwohl die Katastrophe von Tschernobyl nun schon 18 Jahre zurückliegt haben sich die Lebensumstände für die Menschen in dieser Region nicht gravierend verändert.

18 Jahre nach der Katastrophe  ist vor allem die Gesundheit der Kinder, die nach 1986 geboren sind sehr stark beeinträchtigt. Die Explosion des Blocks 4 des AKW Tschernobyl hatte zur Folge, dass auch heute noch ein deutlicher Anstieg der Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Störungen des Immunsystems zu verzeichnen ist.

Hier können Sie ein paar Impressionen der Situation vor Ort sehen - original Grösse unter Bilder:


Wir organisieren Konvois mit Lebensmitteln, Kleidern, medizinischen Geräten und weiteren Dingen des täglichen Bedarfs sollen die Lebensqualität in der Region verbessern. Nur den Geld- und Sachspenden vieler Spender und Förderer und dem Einsatz der freiwilligen Helfer ist es zu verdanken, dass mit den Konvois die jährlich im Frühjahr und Herbst durchgeführt werden.

Spendenkonto: IBAN: DE35 5919 0200 1078 8600 02 BIC: GENODE51SLS Volksbank Saar-West eG
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Kinder von Tschernobyl - Hilfe für Weißrussland e.V.
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Manfred Klein
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Manfred Klein
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Chronik eines GAU
26. April 1986: Im ukrainischen "Lenin"-Kernkraftwerk Tschernobyl wird ein Experiment
gestartet: Es soll geprüft werden, wie lange die Turbine mit der Restwärme des
abgeschalteten Reaktors weiterläuft.
26. April, 1 Uhr, 23 Minuten, 40 Sekunden: Es kommt zum
Turbinenstillstand. Der Kühlwasserzufluss ist eingeschränkt,
die automatische Abschaltung unterbrochen, es entwickelt sich ein Hitzestau. Innerhalb
von Sekunden steigt die Leistung des Meilers um ein Vielfaches an. 6 Sekunden nach der
Notabschaltung ereignet sich der größte anzunehmende Unfall(GAU). Der Block 4 des
Atomkraftwerkes Tschernobyl explodiert.Kinder von Tschernobyl  Hilfe für Weißrussland e.V. 66346 Püttlingen
Internet: www.kinder-v-tschernobyl.de
Spendenkonto: 1078860002 BLZ: 59190200 Volksbank Saar-West
 
27. April 1986: Die Stadt Pripjat ist abgeriegelt, die Telefone funktionieren nicht, die
Behörden informieren die Bewohner darüber, dass sie für 3 Tage in Zelten untergebracht
werden. Die Löscharbeiten im Kraftwerk dauern an. Von Hubschraubern aus wird Sand,
Stahl, Blei und Lehm auf den brennenden Reaktor geworfen.
28. April 1986: In Schweden, Norwegen und Finnland wird erhöhte Radioaktivität
gemessen. Die sowjetische Atomenergiebehörde bestreitet eine Reaktorkatastrophe.
28. April, 21 Uhr: Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS teilt mit, dass es im
Kernkraftwerk Tschernobyl einen Unfall gegeben habe.
28. April, 23 Uhr: Ein dänisches Laboratorium für Nuklearforschung gibt bekannt, dass
im Atommeiler Tschernobyl ein GAU stattgefunden habe, wobei eine Reaktorstufe
vollständig geschmolzen sei. Beim Durchschmelzen des Reaktorkerns werde die gesamte
Radioaktivität an die Außenwelt abgegeben.
29. April 1986: In Deutschland erfolgt die erste offizielle Meldung darüber, dass sich in der Sowjetunion "offenbar ein ernster Atomunfall ereignet hat." Es soll eine 30-
Kilometer-Sicherheitszone um das Kraftwerk gezogen werden. Mehrere zehntausend
Menschen seien aus diesem Bereich zu evakuieren.
30. April 1986, 17 Uhr: Der Reaktorbrand ist angeblich gelöscht.
1. Mai 1986: Die Bevölkerung nimmt überall in den betroffenen Gebieten an den Feiern
zum "Tag der Arbeit" teil. Der Demonstrationszug in Kiew befindet sich sowohl räumlich
als auch zeitlich in dem Gebiet der höchsten radioaktiven Belastung.
3. Mai 1986: Die deutschen Behörden warnen erstmals vor den Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe. Bei der Explosion wurde etwa ein Viertel der radioaktiven Stoffe
sofort aus dem Reaktor nach außen gestoßen, der Rest gelangte innerhalb der folgenden
14 Tage in die Atmosphäre. Allein in der Katastrophennacht wurden "vorsichtigen
Annahmen" der Wissenschaftler zufolge rund 180 Millionen Curie frei. Die strahlende
Wolke verteilte sich danach in drei Windrichtungen.
21. Mai 1986: Pripjat wird offiziell vollständig evakuiert.
26. Juni 1986: Anweisung der Dritten Hauptabteilung des Gesundheitsministeriums der
UdSSR: "Alle Mitteilungen über die Havarie sind geheim zu behandeln." Ende des Jahres
1986 ist Tschernobyl wieder am Netz.
16. April 1988: Aus sozialen Gründen sind bereits ca. 100, meist ältere Menschen in die
radioaktiv verseuchten Gebiete zurückgekehrt. Weitere werden folgen.
18. Mai 1988: In Kiew werden auf Drängen der Bevölkerung erstmals die Strahlenwerte
von Lebensmitteln veröffentlicht. Bislang hieß es von offizieller Seite lediglich, die Höhe
der Strahlung sei ungefährlich. In Weißrussland werden nach wie vor keine Kontrollen
der Produkte durchgeführt.
 Kinder von Tschernobyl  Hilfe für Weißrussland e.V. 66346 Püttlingen
Internet: www.kinder-v-tschernobyl.de
Spendenkonto: 1078860002 BLZ: 59190200 Volksbank Saar-West
 
22. Dezember 1988: Sowjetische Wissenschaftler teilen mit, dass sich noch ca. 90
Brennstäbe im Reaktorblock 4 von Tschernobyl befinden. Sie weisen außerdem darauf
hin, dass die Sicherheit des Sarkophags, der den Reaktor mittlerweile umhüllt, nur für 20
bis 30 Jahre berechnet sei.
1989: Die zweite Umsiedlungsphase beginnt. Nachdem in der ersten Phase 1986 nur die
Bevölkerung aus der 30-km-Sperrzone evakuiert wurde, müssen jetzt über 100.000
weitere Menschen aus Gebieten mit einer Belastung über 15 Curie umsiedeln.
20. April 1989: Die sowjetische Regierung beschließt einen Baustopp für den fünften
und sechsten Reaktorblock im Kraftwerk Tschernobyl.
12. Juli 1990: Weißrussland erklärt sich zum ökologischen Notstandsgebiet. Die Ukraine
beschließt eine kostenlose medizinische Versorgung der Tschernobyl-Opfer aus dem
Umkreis des Reaktors. Sie sollen einen Lohnzuschlag und 30 Rubel zum Kauf radioaktiv
unbelasteter Lebensmittel erhalten.
23. April 1991: In offiziellen Schätzungen wird bekannt gegeben, dass bei dem
Reaktorunglück insgesamt 509 Millionen Curie freigesetzt worden sind. Die Halbwertzeit
des hochgiftigen Plutoniums beträgt 24.360 Jahre, d.h., dass erst nach 348 Generationen
die Hälfte des radioaktiven Stoffs zerfallen sein wird.
26. April 1991: Über 100.000 Menschen leben wieder in den evakuierten und
gesperrten Regionen.
8. Dezember 1995: In einem Tschernobyl-Memorandum legen die Ukraine und die G7-
Staaten die Stillegung der zwei noch funktionierenden Reaktoren in Tschernobyl fest.
Nach der Aussage des ukrainischen Umweltministers Kostenko ist jedoch in dem
Memorandum kein fester Zeitpunkt mehr festgelegt. Von  westlicher Seite wird dies
bestritten.
Quelle: Franke, F./ Schreiber, N./ Vinzens, P.; Verstrahlt, vergiftet, vergessen: Die Opfer
von Tschernobyl nach zehn Jahren; Frankfurt a.M./Leipzig, 1996.)